Author: LMH

Im @fischerappelt Blog hat der inzwischen legendäre @neuigkeitenchef alias Dirk Benninghoff geschrieben, sein Lieblingstool @twitter habe keine Zukunft. Twitter gehe den Bach runter, weil es seine Anleger mit den Quartalszahlen entsetze und die Userbasis nur langsam steigere.

Das sehe ich anders!

Es ist immer eine Frage der Maßstäbe und des Fokus.

Twitter lebt aus der Begrenzung. Genau wie Stummfilme oder Autorenfilme. Die werden auch nie wahnsinnig wirtschaftlich erfolgreich sein. Aber sie haben ein treues, intelligentes Publikum, das gerade die Begrenzung des Tons bzw. der Specialeffects zu schätzen weiß.

Die entgrenzten, Action- und Specialeffects-verseuchten Blockbuster begeistern Investoren natürlich wesentlich mehr. Mainstream bringt Moneten. Wieso sollte sich aber der Mainstream für Begrenzung begeistern? Die Userbasis von @twitter steigt zwar nicht wie bei der Universalplattform @facebook – aber sie ist ziemlich stabil.

Auf eine Kooperation von Twitter mit Sportevents kann ich getrost verzichten. Der USP von Twitter liegt in ganz anderen Bereichen als sich als Kanal für massentaugliche Sportevents zu profilieren.

Ja, Twitter ist auch der schnellste Kanal für plakative politische Diskurse. Und mitunter wird er auch als Plattform für populistische bis demagogische Propaganda verwendet. Schließlich ist Twitter DER Kanal um Journalisten zu erreichen und selbst schnell eigene Inhalte zu transportieren.

Im Kern ist Twitter das professionelle Handwerkszeug von Kennern.  Und das sollte es aus meiner Sicht auch bleiben. Wikipedia funktioniert auch ohne große Gewinne.

Twitter sollte prüfen, ob es sich nicht in eine Stiftung verwandelt. Und die EU sollte darüber nachdenken, ob ein unabhängiges Twitter nicht ein guter und nachhaltiger Invest in demokratischen Dialog und Meinungsfreiheit auf Basis der europäischen Werte wäre.

Lars M. Heitmüller – @LMH – www.LMH.de

Lesenswertes Essay von Nils Minkmar im aktuellen Spiegel zu den Auswirkungen des Terrors auf unsere Gesellschaft. 

Lernen wir jetzt das als Utopie zu verteidigen, was viele von uns bisher zu wenig zu schätzen wussten – die liberale Gesellschaft?

Wechseln wir vor lauter Angst zu den Marktschreiern mit den einfachen Antworten?

Droht ein Zeitalter der Abschottung, Ängstlichkeit und nationaler Egoismen?

„Jür­gen Ha­ber­mas kon­sta­tier­te einst die Er­schöp­fung der Uto­pie. Sie ist vor­über. Un­se­re bis eben wie selbst­ver­ständ­lich ge­nos­se­ne, er­erb­te of­fe­ne Ge­sell­schaft auf der Ba­sis der uni­ver­sel­len Men­schen- und Bür­ger­rech­te, mit ei­nem ver­nünf­ti­gen So­zi­al­staat, in der Me­di­en und der Rechts­staat mit Be­dacht agie­ren und die eu­ro­päi­sche Ei­ni­gung wei­ter­ent­wi­ckeln – das also, was bis ges­tern un­ser All­tag war, ist heu­te un­se­re Uto­pie.“

Zum Artikel gelangen Sie hier:

Essay: Die neue Übersichtlichkeit


via Techcrunch

Google says it will soon add live TV listings to its search engine, allowing web users to find out when their favorite shows or movies will be airing. But in a nod to the many non-traditional ways that consumers watch TV today, the company says that it will also display the apps and websites where you can view the show’s latest episode.

NAB2016_LiveTV_PhoneOnly_v07

According to Google’s blog post, the big improvement is that, in addition to pointing to streaming services and apps, it will now also display air times and channels where you can watch. An “Edit provider” link will allow you to customize this option to inform Google of your cable provider, if applicable.

 

Further Information:

Google is turning its search engine into a live TV guide

Am 14. April 2016 fand in Hamburg das #SPREAD Content Marketing Festival von @fischerAppelt statt. Der folgende Storify-Beitrag gibt einen Überblick über das Event durch die Social-Media-Beiträge der Teilnehmer:

 

Electric car maker Tesla Inc (TSLA.O) said on Thursday it had received more than 325,000 orders for its new Model 3 sedan in the first week of bookings. The reservations, which can be made by paying a refundable deposit of $1,000, correspond to about $14 billion in implied future sales, the company said. (bit.ly/1oFkduW)

Tesla said on Monday it delivered 14,820 vehicles in the first quarter ended March 31, including 12,420 Model S sedans and 2,400 Model X utility vehicles.

Further information & source: Tesla’s Model 3 sedan gets over 325,000 reservations

Gunnar Sohn schreibt auf www.netzpiloten.de einen nachdenklichen Beitrag über Deutschland in der Digitalen Transformation. Bei der Informatisierung des Alltags über das Internet der Dinge spiele Deutschland nur noch in der Kreisliga.

Sohn stellt fest: „Deutschland spielt bei diesem Paradigmenwechsel auf der Anbieterseite eine Nebenrolle. Inflationäres 4.0-Begriffsgeklingel und Konferenz-Gerede können nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir kaum Unternehmen wahrnehmen, die international in der ersten Liga der Netzökonomie spielen.“

Er fordert eine umfassende Digitalisierungsstrategie, und beruft sich auf das Jahresgutachten der von der Bundesregierung eingerichtete Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI). Diese kommt zu dem Schluss: „Nicht nur technologische, sondern auch soziale Innovationen können zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Soziale Innovationen werden in der deutschen F&I-Politik, die bisher durch ein technologisches Innovationsverständnis geprägt ist, jedoch nicht ausreichend berücksichtigt.“

Sohn fordert folglich eine Digitalisierungsstrategie die über die „produktionsbezogene Industrie 4.0 hinausgeht und die öffentliche Verwaltung ebenso einschließt wie das Gesundheitswesen, die Bildung und die private Nutzung des Internets der Dinge“.

Sohn kritisiert mit Industrie 4.0 werde einseitig auf Effizienzsteigerungen bei der Produktionstechnik abgehoben – doch das sei zu kurzsichtig:  “Hier bedarf es dringend einer überzeugenden Gesamtstrategie. Die ‚Digitale Agenda‘ erfüllt diesen Anspruch nicht, auch wenn sie eine hilfreiche Sammlung von Analysen und Handlungsnotwendigkeiten liefert” fordert auch die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI).

Ein lesenswerter Beitrag von Gunnar Sohn:

Industrie 4.0: Die Informatisierung des Alltags

Spannende und optimistische Perspektiven auf dem #MSFTexplained bei @MicrosoftBerlin.

Nur beim Thema Bildung herrscht Ratlosigkeit auf dem Podium:

Julia Huke vom Spiellabor: „Wir hängen sehr hinterher!“ Wenn etwas in digitaler Bildung passiere, nur außerschulisch über Peergroups.

Ob sich das ändere? Das Tenor auf dem Podium ist pessimistisch: Die Anzahl der Bedenkenträger wachse. Das Bildungsbürgertum sei leider noch zu analog unterwegs. Und das würde verklärt: „Analog ist das neue Bio“. German Angst dominiert.

Größte Herausforderung: Man müsse die Lernkultur verändern. Aber wie, in einem förderal aufgestellten Bildungssystem, in dem in vielen Bereichen noch nicht einmal die Notwendigkeit zur Veränderung gesehen wird?

Meine Meinung: Traurig!
Braucht es einen ‚Aufstand der Digitalen‘?

42% der deutschen Non-Profit Organisationen (NPOs) nutzen noch keine sozialen Medien http://ow.ly/YvK3m via @MSFT_Politik

Harvard Business Review writes about digital companies growing without stocking up their headcount:

„Insurgent startups, such as Instagram and Snapchat, manage to operate with far fewer resources than legacy companies in the same industry in the “pre-digital” era. Instagram had only 13 employees when it sold for $1 billion to Facebook in 2012, and Snapchat has approximately 350 employees. Compare that with Kodak, which at its peak employed over 60,000 employees.“

They conclude:

„Digital companies are rewriting the rules of how to grow a company by using technology to scale and minimizing headcount growth.“

Great article worth reading!

Source: Why Digital Companies Grow Without Adding Headcount

 

Das Handelsblatt schreibt über das neue Headquarter von Apple, „ein Gebäude, das sie selbst „Spaceship“ nennen, mit 260 000 Quadratmetern Platz und einem Außenumfang von 1,6 Kilometern“. Es soll Arbeitplätze für 13.000 Mitarbeitern umfassen, vollständig durch regenerative Energien betrieben werden.

 

Quelle:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/neuer-campus-in-cupertino-apples-geheimnisvolles-raumschiff/12901202.html